Kotodama Journal
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Ein Zusammenhang ist klar geworden, oder gar ein Aikido-Lichtlein aufgegangen? Hier teilen wir es (mit).
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Was man so braucht
Verfasst von Esther Pierling am 01.08.2022
Ich frage in die Runde:" Was braucht man so zum Leben?"
Antwort kommt sofort:" Essen, Trinken, Schlaf"
Ich:" Noch etwas?"
Einer:" Ne Familie"
Ich:" Wenn man keine hat"
Einer:" Menschen "

"Einer" ist maximal 11 Jahre alt und ich freue mich immer, wenn die wichtigen Sachen sitzen :-D (und formuliert werden können).

Es geht weiter damit, dass auch eine sehr nahe stehende Person uns gelegentlich eindeutig auf den S*ck zu gehen versteht und wir dann gerne unsere Ruhe hätten.....
Ich stimme zu und bestätige auch, dass altersunabhängig ein Raum zur Verfügung stehen muss, in den man sich, bei Bedarf zurück ziehen können muss. Das kann ein wirklicher Raum, ein Zimmer, ein Garten, eine Werkstatt sein, oder aber auch ein innerer, die Gedankenwelt, die Tagträumereien, die Imagination usw. Ein Ort also, wo man sich quasi selber einen Besuch abstattet.

Wo wir schon mal dabei sind.....im Aikido finden wir sie, diese Räume. Sowohl in Form eines realen Raumes, eines Dojo und auch in Form eines inneren Raumes, der entsteht, sobald wir das Außen loslassen (können), um dort einzutreten. Meditation nennen wir das, Bewegungsmeditation.
Wer beim Üben quatscht kommt nicht rein, wer ans Mittagessen, Abendessen, das Weißbier denkt, auch nicht.:-D
Das Erfordernis lautet: Konzentration auf die Bewegung, dann geht es. Nur dann.
Der Vorteil dieser Übungsmethode ist, dass man sehr intensiv übt und sich dabei gleichzeitig seelisch erfrischt.
Bedauerlicherweise wird das zuerst kaum für möglich gehalten, also nicht geglaubt. Irgendwann, oft wenn der Übungspartner so praktiziert dann doch entdeckt und geschätzt.

Also was braucht man so im Leben? Essen, Trinken, Schlaf, Menschen und Raum innen und außen. Das alles muss, der Rest kann :-D
by Pilan ©2022